Projekte | Über mich
| Praktikum | ÜberLebenUndSterben | Omertà | Mummenschanz | DiesUndDas
Anfangsidee

Unsere Idee war es, zwei völlig unterschiedliche Charaktere gegeneinander "antreten"zu lassen.
Wobei einer von beiden recht schnell gefunden war, denn wir wollten unbedingt einen weiblichen Spielercharakter...einfach um auch mal eine Frau modelliert zu haben.

Da fiel die Wahl auf das Äußere des Opponenten (beide Charaktere sollten natürlich gleichwertig sein) schon schwieriger aus.
An dieser Stelle kommen nun die Ghiblifilme ins Spiel, vorallem "Prinzessin Mononoke" und deren tolle Geschichte (typisch japanisch: Kampf Mensch gegen Natur) und Charaktere. Ein großes Vorbild für den Gegner der Jägerin war dabei der Waldgott oder Nachtwandler, der eigentlich keinen Charakter hat, aber trotzdem imposant, mächtig und gleichzeitig sehr tiefgründig wirkt.

Vorüberlegungen zum Charakterdesign

Wir haben uns beide vor Projektbeginn sehr intensiv von anderen Künstlern inspirieren lassen, um mehr im Charakterdesignbreich dazuzulernen. Letztendlich hat es vorallem dazu geführt, dass wir uns so richtig überdrüssig gesehen haben, an Bildern mit heldenhaft posierenden Frauen, die, meist halbnackt, eine Schwermetallaxt schwingend und das andere dürre Ärmchen in die Seite "stemmend", nicht wirklich so aussehen, als könnten sie großen Schaden ausrichten. Obwohl das eigentlich eher 70er-Jahre Fantasy-Frazetta-Brachial-Romantik ist, sieht man diese Art Charakter noch häufig (Diablo III).
Oder das Gegenteil: Eine elfenhafte Mangaprinzessin, mit niedlichen Zöpfen und Kindergesicht, ebenfalls körperlich nicht wirklich geschützt, aber mit dicken Schulterpanzerplatten irgendwie x-beinig entzückend-unterwürfig kampfbereit aufgestellt. *gähn* Das Charakterdesign dreht sich stilistisch aktuell nur noch im Kreis. Und alles sieht aus wie Herr der Ringe oder Animes.

Gerade deshalb versuchten wir durch unsere Charaktere mit dem gängigen Stil zu brechen und etwas eigenes zu entwickeln.

Die Jägerin

Die Jägerin war zu Anfang eine eher frettchengesichtige, sehr schlanke, aber vom Oberarmumfang schlagkräftige Person. Immerhin sollte sie die von ihrem Volk ausgesandte Jägerin sein, die den sagenumwobenen Formwandler niederstreckt.

Allerdings ist sie nach und nach doch etwas hübscher geworden, nur wurden ihre Proportionen zur Verstärkung ihrer Erscheinung weiter vergrößert (und ich spreche hier nicht vom Brustumfang, sondern von Hinterköpfen). Ihr Schädel wurde immer länger, was sie wirklich sehr individuell erscheinen lässt, allerdings erinnert sie dadurch leider auch ein wenig an das Alien von Giger.
Friedrich hatte außerdem die Idee, ihr Pluderpumphosen anzutragen, wodurch sie auf eine gewisse Weise sehr mädchenhaft wirkt, und es den Rest ihrer zierlichen Gestalt betont; ihren Beinen gleichzeitig aber auch ein Gewicht und eine besonders einprägsame Grundform verleiht.

Im Grunde kam eine eher junge Frau heraus die doch etwas Amazonenhaft-kratzbürstiges an sich hat. Und weil sie recht zierlich ist, ist sie für den Nahkampf eher ungeeignet und auf den Bogen spezialisiert.

Die Verbindung zwischen den Völkern

Die Jägerin ist auf der Suche nach dem einst von ihrem Volk zutiefst verehrten Formwandlern, die die Anführer in ihrem Stamm jedoch aufgrund ihres Misstrauens gegenüber deren Kräften, ausrotten ließen.
Die Wesen hatten nicht nur die Gabe Pflanzen wachsen zu lassen, sie konnten sich auch in verschiedene Gestalten verwandeln. Je nachdem ob sie kämpfen, sich verbergen wollen oder flüchten, nehmen sie eine spezielle Form an.

Doch durch die Ausrottung der Wandler setzte auch eine Verrohung der Kultur der Jägerin ein. Wissenschaft und Forschung wurden eingestellt, da einzig die Jagd und die Verteidigung als erstrebenswertes Ziel galt.
So kam es, dass sich nun die vielleicht letzten Vertreter zweier verfeindeter Völker treffen.

Der Formwandler

Der Formwandler seinerseits hat sich in einer vom Volk der Jägerin aufgegebenen Höhle eingenistet, die er nun langsam begrünt und der Natur zurückgibt.

Die natürliche Form des Wandlers ist ein schwaches, schlacksiges, zweibeiniges Wesen, dass ein wenig verträumt und phlegmatisch wirken soll. Kampf liegt ihm fern und deshalb kann er sich in diesem Zustand auch nicht verteidigen, sondern muss flüchten. Doch als magisches Wesen kann er Nüsse herbeizaubern, die nicht nur Bäume pflanzen, sondern auch Gegner festhalten, sie betäuben oder ihnen die Orientierung rauben.
Außerdem wäre er kein Formwandler, wenn er nicht doch eine Form in petto hätte, die ihm eine Verteidigung ermöglicht: Ist der Gegner verwirrt oder gefangen, nimmt der Wandler die starke und wesentlich größere Form an, mit der er auch Schaden ausrichtet. Allerdings ist er in diesem Zustand sehr langsam und ist so für einen Angreifer wesentlich ungeschützter, als der Fallenleger.
Auf keinen Fall aber durfte der Gestaltwandler bedrohlich oder irgendwie negativ besetzt aussehen, so wie es bei vielen Zeichnungen zu Beginn des Projekts der Fall war. Da ähnelte sein Wesen eher dem eines Raubtieres, dass zähnefletschend und fies grinsend viel zu typisch bösartig wirkte.

<Zurück zum Menü      Weiter in der Beschreibung>